Wissenswertes über Slotcar und Slotracing

Was versteht man unter Slotcar und Slotracing?

Slotracing wurde Anfang der 60ziger Jahre im Amerika ein regelrechter Boom. Hier ging es auf sogenannten Mietbahnen um richtige Autorennen mit stattlichen Preisgeldern. Das Prinzip der Modell-Autorennbahnen stammte ursprünglich aus England. Eine Slotcarbahn erkennt man daran, dass auf einer Fahrbahn zwei Modellautos spurgeführt um die Wette fahren können. Das Modellauto, welches echten Rennfahrzeugen nachempfunden ist, wird Slotcar genannt. Die Fahrbahn besitzt für jedes Slotcar einen Schlitz, in dem der Leitkiel des jeweiligen Fahrzeuges passt. Der Leitkiel verhindert, dass das Auto von der Fahrbahn abkommt. Bei höheren Geschwindigkeiten, insbesondere in Kurven, kann es dennoch passieren, dass ein Modellauto aus der Spur fährt. Für den elektrischen Kontakt sorgen zwei dicht neben dem Schlitz eingelassene Kontaktschienen. Obwohl es im Laufe der Entwicklungszeit Drei- und Vierleitersysteme gab, haben sich die Zweileitersysteme bis heute durchgesetzt. Zwei entsprechende Kontaktschleifer, die sich an der Bodenplatte eines Modells befinden, dienen der Stromversorgung beim Slotcar. Zur Steuerung beim Slotracing dienen die bekannten Faust- bzw. Daumenregler. Durch Druck mit dem Daumen auf einen Taster, wird die Geschwindigkeit erhöht oder abgebremst. Ziel beim Slotracing ist es, eine vorgegebene Rundenzahl möglichst schnell und ohne ungewolltes Verlassen der Fahrbahn zu erreichen. Heutige Bahnen haben moderne Rundenzähler eingebaut.

Slotcar und Slotracing im Überblick

Als einer der ersten Hersteller von Slotracing Bahnen ist der englische Hersteller Scalextric im Maßstab 1:32 zu nennen. Seit Anfang der 60ziger Jahre hat sich das Bahnsystem so gut wie nicht verändert. In Deutschland startete zu dieser Zeit die bekannte Marke Carrera mit der Universal ihren Siegeszug. Die Modelleisenbahnhersteller Märklin und Fleischmann brachten ähnliche Bahnen auf den Markt, die sich jedoch nicht durchsetzen konnten. Zu dieser Zeit war Slotracing im Maßstab 1:32 gefragt. Die ersten 1:24-Modelle waren nicht erfolgreich. Als interessante Alternative, weniger für Slotracing als mehr zur Ergänzung der HO-Modelleisenbahn, brachte die Firma Faller ein eigenes System unter der Bezeichnung AMS im Maßstab 1:65 auf den Markt. Heute gibt es nur noch wenige führende Slotcar Hersteller, wie beispielsweise Scalextrix, Carrera oder der spanische Hersteller Ninco. Viele Slotcar Bahnen können auch digital betrieben werden. Bei Kindern sehr beliebt ist die Slotcar Marke Carrera Go.